GÜNTHER IST IMMER DABEI

TSV Blasbach – FC Bechlingen 4:0 (0:0)

Zu Beginn des Spiels gedachten die Spieler des TSV der in der Woche unerwartet verstorbenen Erika Pfeiffer, die sich in den zurückliegenden Jahren immer rührend um die Sauberkeit der Spielkleidung gekümmert hat. Sie wird eine Lücke hinterlassen.

 

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, weil Bechlingen unserem Wunsch, wegen Wasis Hochzeit das Spiel zu verlegen, nicht nachgekommen ist, startete unser Team, wohl wissend, dass die richtige Einstellung Basis für ein erfolgreiches Abschneiden sein wird.

 

Und so fehlte, trotz aller Feldüberlegenheit die letzte Konzentration, um ein frühes Tor zu erzielen. Auch merkte man, dass Robert Wilczek, der direkt von der Arbeit kam, nicht von Anfang an dabei war.

 

Doch über Mangel an Chancen brauchten wir uns nicht zu beklagen.

6. min., Osman aus 16 m, gehalten. 10. min., toller Pass von Frank Bretthauer auf Seba, der legt quer und Osman hämmert den Ball an die Latte.

 

14. min., Seba läuft alleine aufs Tor, doch anstatt dem besser postierten Coach den Ball quer zu legen, will er selbst vollenden und schießt drüber.

 

Nächster Aufreger in der 18. min. Frank wird auf dem Weg zum Tor gefoult, der Schiri pfeift Elfmeter, lässt sich dann anhand von angeblichen Spuren im Rasen von Bechlingen überzeugen, dass das Foul außerhalb gewesen sein soll. Das gibt es auch nicht oft. Wie hätte er auf einem Hartplatz reagiert?

 

Und so folgte Chance auf Chance, aber auch die Erkenntnis, dass die letzte Konzentration fehlte oder der Gästetorwart toll reagierte.

 

So in der 22. min, als Osman Frank frei spielte, und dieser ebenso scheiterte, wie Traktor nach Freistoß von Hochzeiter Wasi, dem der Vorabend noch sichtlich in den Knochen zu stecken schien.

 

Alle Chancen aufzuzählen würde das Format sprengen, stellvertretend noch eine Szene aus der 45. min, als Osman einen Freistoß aus 16 m an die Latte setzte und Traktor aus 3 m dem Torwart in die Arme köpfte. Trotz vieler Chancen, zur Halbzeit nur 0:0.

 

Dann kam Robert Wilczek für den keineswegs enttäuschenden Daniel Wagenbach, doch es dauerte bis zur 60. min, bis das 1:0 fiel.

 

Regten sich die Gemüter noch über einen nicht gegebenen klaren Handelfmeter auf, so war die Erleichterung schon spürbar, als Robert einen Torwartfehler ausnutzte, und den Ball aus kurzer Distanz vollstreckte.

 

Jetzt war der Bann gebrochen. Superpass von Robert auf den Coach, der zieht unwiderstehlich auf und davon und vollendet endlich souverän zum 2:0 in der 63. min.

 

So sehr sich Osman an diesem Nachmittag mühte, seine anwesende Freundin zu beeindrucken, ein Tor sollte ihm heute nicht gelingen.

 

Anders Robert Wilczek. 75. min, er steht wiederum da wo ein Torjäger stehen muss und staubt zum 3:0 ab.

 

In der 83. min wird zu allem Überfluss ein Gästespieler nach zweimaliger Tätlichkeit gegen Traktor mit Rot bestraft.

 

Nach einem guten Freistoss des mittlerweile eingewechselten Philipp Strohbach, den der Keeper toll hält, ist es wieder Robert vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Kopfball nach Ecke von Wasi, 4:0.

 

Ein trotz der Konzentrationsschwäche klarer Sieg, auf der Basis einer starken Abwehrarbeit ohne gegnerische Torchance, der aber viel höher hätte ausfallen müssen.

 

Eingesetzte Spieler: Martin Schatz, Thorsten Hoffmann (70. min. Rainer Mirke), Buzo, Michi Bonk, Seba, Benni Stamm (75. min Philipp Strohbach), Wasi, Traktor, Daniel Wagenbach (45. min Robert Wilczek), Frank Bretthauer, Osman Demirel