TSV Blasbach – TSV Bissenberg 5:1 (1:1)

Lange Zeit ein schweres Spiel

Fast sah es so aus, als wollte die Mannschaft die Skeptiker widerlegen, die meinten, der Gegner würde zu leicht genommen. Denn bereits vom Anstoß weg ging Sebastian Stais, der für den beruflich verspäteten Robert Wilczek wieder in der Startformation stand, alleine in Richtung Bissenberger Tor, aber sein Rückpass war zu ungenau.

 

Zweite Minute, zweite Chance, nach Frank Bretthauers Rückpass wurde Wasis Ball auf der Linie geklärt.

 

Doch nach diesem fulminanten Start verlor unser Team unverständlicherweise den Faden.

 

Die Vorgabe, den Ball auch einmal ruhig von Mann zu Mann zu spielen, führte dazu, dass fast gar nicht mehr schnell nach vorne gespielt wurde, darüber hinaus fehlte die Konzentration, Fehlpass auf Fehlpass wurde gespielt, jeder meinte das Schwierige sei das Beste.

 

Einzelaktionen bestimmten das Bild. 10. min, Seba direkt, vorbei. 13. min, Slawas Versuch aus 18 m wird gehalten.

 

15. min, nach einem Eckball hätte sich der Ball unberührt ins Tor gesenkt, aber Frank rettet unglücklich für die Gäste per Hinterkopf.

 

Dann zwischendurch auch mal eine schöne Kombination über Christoph und Chrissi, aber dessen Schuss geht auch vorbei.

 

Dann kommt es so, wie man es bei solchen Spielen befürchtet, die Abwehr will auf Abseits spielen, einer passt nicht auf, der Schiri pfeift nicht und plötzlich steht es 0:1 in der 24. min.

 

In der 35. min. die erste von drei klaren Fehlentscheidungen, Christoph Martins Solo wird im Strafraum mit einem Foul gestoppt, aber der Schiri gibt keinen Elfmeter. Zusätzliches Pech, dass sich Christoph hierbei schwer am Knie verletzt. Für ihn kommt der mittlerweile eingetroffene Robert Wilczek.

 

Zwei min. später der längst überfällige Ausgleich, Seba setzt sich auf der rechten Seite gekonnt durch, seine Maßflanke köpft der Coach zum Ausgleich ein. 1:1.

 

Nach dem Wechsel zuerst das gleiche Bild, Fehlpässe und Diskussionen, doch bereits nach 49. min. die erlösende Führung. Wasi führt einen Freistoß im Mittelfeld schnell auf Slawa Benner aus, der umkurvt zwei Gegenspieler und vollendet zum 2:1.

 

Jetzt wurde es einseitig, wenn auch nicht gut. 51. min, Thorsten Hoffmann auf den Coach, auf der Linie rettet ein Abwehrspieler.

 

52. min, Chrissi legt uneigennützig auf Traktor ab, aber der hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Hoch über den Zaun.

 

So erarbeitete sich die Mannschaft Chance auf Chance, ehe der Coach wiederum alles richtete. 62. min., Ecke Wasi, Volleyabnahme von Frank Bretthauer, 3:1.

 

Jetzt war der Widerstand endgültig gebrochen, Seba frei vor dem Keeper, gescheitert.

 

In der 67. min. die zweite große Fehlentscheidung. Traktor wurde herrlich frei gespielt, beim Versuch, mit der Hacke weiterzuleiten wurde er von hinten vom Torwart umgesenst, Frank Bretthauer vollendete, aber der Schiri gab Freistoß für Bissenberg.

 

Während unsere Spieler noch diskutieren hatte Bissenberg seine einzige Tormöglichkeit, als Chrissi wieder nicht bei seinem Mann war und der gekonnt vorbereitete, sein Sturmkollege es aber schaffte, den von Martin Schatz zuvor glänzend parierten Kopfball aus drei Metern über das Tor zu donnern.

 

Dann ein kurzes Aufflackern von Traktors Fähigkeiten, guter Pass auf Seba, der umkurvte den Keeper und vollendete zum 4:1 in der 71. min.

 

76. min, Seba mit Doppelpack, nach Flanke von Slawa Benner vollendete er aus kurzer Distanz. 5:1.

 

Letzter Höhepunkt in der 87. min, als Scheibenschießen im Torraum der Gäste angesagt war, aber Torwart, Abwehrspieler, Latte und eigene Unzulänglichkeiten verhinderten das sechste Tor.

 

Ein Spiel, bei dem letztendlich nur das Ergebnis zählte.

 

Für das nächste Spiel gegen Berghausen muss gerade bei dem ein oder anderen sog. Führungsspieler eine deutliche Leistungssteigerung her, es muss weniger diskutiert werden, wollen wir gegen diesen unbequemen Gegner unsere Serie fortsetzen.

 

Eingesetzte Spieler: Martin Schatz, Thorsten Hoffmann, Buzo, Michi Bonk, Sebastian Stais, Traktor (75. min Rainer Mirke), Wasi, Chrissi Schäfer, Christoph Martin (35. min. Robert Wilczek), Frank Bretthauer, Slawa Benner.