Türk Gücü Wetzlar – TSV Blasbach 1:3 (0:1)

Martin Schatz Garant des Sieges

Eigentlich sollte ein Schiedsrichter nicht in einem Spielbericht auftauchen. Dann hat er unauffällig und gut agiert.

 

Doch was sich am Sonntag im Bodenfeld abspielte, trägt sicher nicht dazu bei, uns Amateuren den Spaß am Fußball zu erhalten.

 

Wieder eine Gedankenlosigkeit des Schiedsrichterobmanns, einen türkischen Schiedsrichter für diese Partie anzusetzen.

 

Doch ihm Parteinahme zu unterstellen bedeutet ihn zu schützen, zu schützen vor dem Vorwurf, von den Fußballregeln nicht wirklich etwas zu verstehen.

 

Das wäre noch tragischer, solche Leute gehören nicht auf einen Fußballplatz, so oder so.

 

Doch es wurde auch Fußball gespielt.

Unsere Mannschaft musste kurzfristig auf Michi Bonk verzichten, der noch im Stau stand. Und sie hatten sich vorgenommen, den Ausrutscher der Vorwoche vergessen zu machen.

 

Konzentriert und aggressiv von Anfang an, mit einem diesmal überragenden Traktor in der Innenverteidigung und einem nicht minder starken Martin Schatz im Tor.

 

Und die Rückkehr Frank Bretthauers in die Mannschaft brachte auch den letzte Woche vermissten Angriffsschwung zurück.

 

So ergab sich bereits in der 3.min. die erste Gelegenheit, aber seine Hereingabe konnten die türkischen Abwehrspieler im letzten Moment klären.

 

Die Führung nach 17. min. Thorsten Wassmanns Freistoß aus 16 m war wieder eine Augenweide, zwar ins Torwarteck, aber so genau, dass er unhaltbar war. 0:1.

 

Die Türken spielten zwar schnell und gefährlich in die Spitze, aber die besseren Chancen hatte Blasbach.

 

So z.B. Wasis Direktabnahme in der 26.min oder Chrisi Schäfers Kopfball nach weitem Einwurf von Robert Wilczek in der 32.min.

 

Auf der Gegenseite rettete Martin Schatz nach einem Freistoß mit Superparade in der 38. min die Halbzeitführung, die Wasi und Robert Wilczek noch hätten ausbauen können, aber jeweils knapp verzogen.

 

Nach dem Wechsel wurde die einseitige Regelauslegung des Herrn Murat Alici aus Erdhausen auffällig und zermürbend. Respekt vor der Mannschaft, die sich nur selten davon provozieren ließ.

 

Denn die herausragende Parade von Martin Schatz in der 46.min beantwortete Frank Bretthauer drei Minuten später nach Roberts Einwurf mit dem glücklich erzielten 0:2.

 

Jetzt nahm der Schiedsrichter noch stärker Einfluss, häufig wurden gleiche Aktionen zu Gunsten der Gastgeber entschieden, mit dem I-Tüpfelchen in der 62.min, als Benni Stamms Gegenspieler sich nach hinten umfallen ließ und der Schiri Elfmeter gab. Anschluss zum 1:2.

 

Danach war es wiederum Martin Schatz zu verdanken, dass der Vorsprung bestehen blieb.

 

In der 69.min hielt er wieder einen Unhaltbaren, Respekt.

 

Dann machte Robert Wilczek uns das Leben noch schwerer, als er erneut kommentierte und dafür Gelb Rot bekam.

 

Doch als Türk Gücü in der 90.min erneut eine Riesenchance nicht nutzen konnte, rechnete jeder mit dem Abpfiff, nur nicht der Schiedsrichter. Der ließ insgesamt 15 min nachspielen.

 

Frank Bretthauer war es vorbehalten, in der 94.min per Kopf nach einem Konter über Sebastian Stais zur Entscheidung abzustauben. 1:3.

 

Eine klare Tätlichkeit eines türkischen Spielers gegen Traktor ahndete der Schiri danach nur mit Gelb, als dadurch ein Handgemenge auf dem Platz entstand und sogar türkische Zuschauer sich einmischten, stand er hilflos dabei, ohne etwas zu ahnden.

 

Als dann endlich Schluss war hatte sich unsere Mannschaft ein großes Lob verdient. Einmal für ihr Engagement und ihren Siegeswillen, aber auch für die Disziplin mit kleinen Ausnahmen, die aber der Mannschaftskasse zu Gute kommen werden.

 

Fazit, wenn solche Leistungen von sogenannten Unparteiischen sich wiederholen, dann sieht es schlecht um die Zukunft des Amateursportes aus.

 

Eingesetzte Spieler: Martin Schatz, Rainer Mirke, Philipp Strohbach (65.min Michi Bonk), Traktor, Sebastian Stais, Adrian Seidel, Thorsten Wassmann, Benni Stamm (72.min Patrick Debus), Robert Wilczek, Frank Bretthauer, Chrisi Schäfer