TSV Blasbach - SF Katzenfurt 2:0 (0:0)

 

Festival der Fehlpässe

 

Die erste Enttäuschung bereits am Mittag, als feststand, dass die zweite Mannschaft von Katzenfurt nicht antrat. Da der Klassenleiter das verpennte, fielen unnötig Schiedsrichterkosten an.

 

 

Nach drei Siegen in Folge schienen einige Spieler sich unnötiger weise zu viel Druck aufzuerlegen, was sich nachteilig auf unser Spiel auswirkte.

 

Unsere Mannschaft kam nur schwer ins Spiel, was auch an der geänderten Formation lag, Niklas Tiegs stürmte für Felix Jung, das ist aber nicht unbedingt Niklas Position. Auch der zweite Stürmer schaffte es nicht, den Libero der Gäste zuzustellen, so dass dieser quasi mit großer Schürze alle langen Bälle einfach abfangen konnte.

 

Zu wenig Laufbereitschaft und wieder eine Vielzahl von „unforced errors“ taten ihr übriges. So war die erste Hälfte mit wenigen Höhepunkten versehen.

 

Erster sehenswerter Angriff des TSV in der 10. Min, der aber von einem falschen Abseitspfiff des Schiris unterbunden wurde. Zehn Minuten später die erste wirklich klare Chance, als Niklas Schäfer sich links durchsetzte,  sein Flankenball aber von einem Abwehrspieler touchiert wurde, so dass Niklas Tiegs den Ball aus kurzer Distanz überrascht über das Tor köpfte.

 

Erste Gelegenheit für Katzenfurt in der 32. Min, als Mario Raubers Fehlpass seinem Gegenspieler die Chance eröffnete, frei vor Jan Stamm abzuschließen, der war aber hell wach.

 

Im Gegenzug erkämpfte sich Niklas Tiegs toll den Ball, Doppelpass und Zuspiel auf Chrisi Schäfer, der aber aus 14 m deutlich verzog.

Andeutung einer Gelegenheit für die Gäste in der 39. Min., aber der Fernschuss ging knapp vorbei.

 

Wie aus dem Nichts setzte Emre Geyik, ansonsten wenig effektiv, in der 40. Min einen Drehschuss vom Strafraum an die Latte. Und Pech in der 45. Min, als ein klares Foul an Kay Rauber im Strafraum vom Schiri konzessiv für eine ebenfalls nicht geahndete Szene in unserem Strafraum anders bewertet wurde.

 

In der Pause korrigierte Martin Schatz seine Aufstellung und brachte mit Felix Jung einen zweiten gelernten Stürmer.

 

Augenscheinlich, dass die Fehlpassquote weiter stieg. Ball gewonnen, freier Pass, dem Gegner in die Füße.

So wurde es in der Mannschaft unruhig. Hinten reklamierten wir Hand, kein Pfiff, Katzenfurt schoss aber am langen Eck vorbei.

 

In der 58. Min dann endlich die erlösende Führung. Nach einem weiten Einwurf verlängerte Chrisi Schäfer zu Kay Rauber, der aus der Drehung heraus das umjubelte 1:0 markierte.

 

Doch wer glaubte, dass dieses Tor ähnlich wie gegen Hohenahr die Blockade löste, sah sich getäuscht. Immer wieder verhinderten individuelle Fehler, dass die jetzt entstehenden Räume effektiv genutzt wurden, denn Katzenfurt machte Druck.

 

Und wenn wir einen Konter einmal gut ausführten, fehlte die letzte Konzentration, um das Tor zu machen.

So wie in der 74. Min Felix Jung, der der Abseitsfalle entging, alleine auf den Keeper loslief, an diesem aber auch am Tor vorbei zielte.

 

Auch eine Kopfballstafette entdete mit einer Rettungstat eines Abwehrspielers auf der Linie.

 

In der 81. Min hatte Niklas Schäfer die Entscheidung auf dem Fuß, doch auch ihn verließen die Nerven, als er alleine auf den Gästekeeper zulief, sich aber von diesem den Ball klauen ließ.

 

Jetzt wollte Niklas es erzwingen, übersah in der 88. Min aber den völlig freien, kurz zuvor eingewechselten Alex Rudi und scheiterte selbst an der Übermacht der Abwehrspieler. Dass er als junger Spieler aus seinen Fehlern lernt, zeigte er in der Nachspielzeit, als er erneut Richtung Tor unterwegs war, diesmal aber Alex Rudi bediente, der keine Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen.

 

 

Letztlich bleibt die Frage, woran es lag, dass wieder zu viele Fehlpässe ein ruhigeres Spiel verhinderten, wo die Form und das Selbstvertrauen einiger Spieler geblieben sind. Mit vier Siegen in Folge müssten die Jungs doch hiervon nur so strotzen.

Aber trotzdem Gratulation zu Sieg.

 

Eingesetzte Spieler: Jan Stamm, Lucas Habicht, Benni Stamm, Tobias Best, Kay Rauber, Daniel Ludwig, Mario Rauber, Chrissi Schäfer, Niklas Schäfer, Niklas Tiegs, Emre Geyik, Felix Jung, Alex Rudi.