SG Hohenahr II – TSV Blasbach  2:2  (2:0)

Nach einer verschlafenen ersten Hälfte noch halbwegs die Kurve gekriegt

 

Zum Nachholspiel in Hohensolms konnte Trainer Schatz bis auf Niklas Tiegs die stärkste Mannschaft aufbieten. Und unser Team versuchte, mit Ballkontrolle und guter Staffelung den Gegner vom Tor wegzuhalten.

 

Erste Gelegenheit für Blasbach in der 11. Min, doch Niklas Schäfers Freistoß war harmlos.

 

In der 17. Min hätte die Blasbacher Führung fallen müssen. Nachdem sich ein Hohenahrer Abwehrspieler verschätzt hatte, lief Alex Rudi alleine aufs Tor, anstatt abzuschließen spielte er lang auf Niklas Schäfer, dessen Schuss aber geklärt wurde.

 

So plätscherte das Spiel vor sich hin, ohne Leidenschaft, ohne Drang zum Tor, kein Derbygefühl erkennbar.

 

Und so luden wir die Gastgeber zwangsläufig zur Führung ein. Bei einem Konter in der 33.min kam Libero Habicht zu spät und der Stürmer bedankte sich frei vor Jan Stamm mit dem 1:0.

 

In der 39. Min überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst verlängerte Alex Rudi einen langen Ball per Kopf zum frei stehenden Niklas Schäfer, der volley den Ball an die Latte knallte. Geschoben wäre besser gewesen.

 

Und quasi im Gegenzug war wieder Habicht der Unglücksrabe, als er völlig überflüssig den vom Tor weglaufenden Gegner rempelte, der sich fallen ließ und gegen den Elfmeter hatte Jan Stamm keine Chance. 2:0.

 

Zu emotionslos, ohne gescheite Pässe aus dem Mittelfeld, so ist man chancenlos.

 

In der Halbzeit stellte Trainer Schatz um, Toni Acikgoez kamfür den angeschlagenen Mario Rauber und brachte endlich das, was in der ersten Hälfte fehlte, Tempo und Dynamik.

 

Da auch die Aggessivität zunahm, erarbeiteten wir uns Chancen.Doch die erste Gelegenheit hatten die Gastgeber. Lucas Habicht schaute nach einer Flanke zu, wie ein Gegner köpft, aber Jan Stamm war auf dem Posten.

 

Im Gegenzug hatte Niklas Schäfer den Anschlusstreffer auf dem Fuß, nach tollem Lauf war sein Zuspiel von der Grundlinie aber zu ungenau.

 

Zwar glücklich, aber nicht unverdient, der Anschluss. Torjäger Geyik, der in der ersten Hälfte kaum zu sehen war, nahm den Ball von der Strafraumkante direkt und überlupfte den überraschten Keeper zum 2:1.

 

Jetzt war Dynamik und Wille erkennbar. Ein schöner Spielzug über Lucas Habicht, den eingewechselten Alex Saizef auf Niklas Schäfer brachte durch den Youngster den Ausgleich. Diesmal cool vor dem Torwart ließ er sich die Gelegenheit nicht entgehen. 2:2.

 

 

 

Doch hinten, nach der Umstellung auf eins gegen eins in der Deckung, hatte der Torjäger der Hohenahrer in der 72. Min frei stehend die erneute Führung auf dem Fuß, doch er zielte leichtfertig vorbei.

 

Schade, dass der bis dahin souverän agierende junge Schiedsrichter plötzlich die Linie verlor. Erst ließ er eine Tätlichkeit des Stürmers der Gastgeber mit der gelben Karte nicht wirklich geahndet, dann schenkte er den Gastgebern, nachdem zwischendurch Niklas Schäfer aus wenigen Meter, die Gelegenheit zur Blasbacher Führung vergeben hatte, einen Elfmeter.

 

Benni Stamm brachte Jan Stamm mit einem unnötigen Rückpass in Verlegenheit, der prallte mit dem Stürmer, der bei richtiger Bestrafung nicht mehr hätte auf dem Platz sein dürfen, zusammen, nachdem dieser den Ball neben das Tor gesetzt hatte. Und der Schiri entschied auf Elfmeter. Und als Zeugnis seiner totalen Verunsicherung ließ er weiterspielen, als der beim Elfmeter vom Pfosten zurückspringende Ball vom gleichen Spieler gespielt wurde.

 

Hoffentlich zieht er daraus die richtigen Lehren.

 

So blieb es beim 2:2, der nach der verkorksten 1. Hälfte als Punktgewinn scheint, aber in der Gesamtbetrachtung aber nicht wirklich zufrieden stellt.

 

Jetzt muss sich zeigen, ob die Mannschaft, nicht der Trainer, die richtige Reaktion zeigt, die Trainingsbeteiligung wieder hochfährt, damit die körperlichen Defizite, die bei einigen Spielern deutlich sichtbar waren, wieder aufgearbeitet werden können.

 

Ohne Fleiß kein Preis.

 

Eingesetzte Spieler: Jan Stamm, Lucas Habicht, Benni Stamm, Tobias Best, Mario Rauber, Kay Rauber, Chrisi Schäfer, Mario Rauber, Niklas Schäfer, Emre Geyik, Alex Rudi, Toni Acikgoez, Alex Saizew