TSV Blasbach – SG Ehringshausen/Dillheim 1:2  (1:1)

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Am schlechten Schiedsrichter lag es nicht alleine

 

Die erste Hiobsbotschaft schon vor dem Anpfiff, Niklas Schäfer musste verletzungsbedingt passen. Wie wichtig er im Moment ist, sollte das Spiel zeigen. 

Den Gästen merkte man von Beginn an, dass sie hoch motiviert waren um ihre Chance um Platz zwei zu wahren, unser Team schien zu glauben, dass es auch mit weniger als 100 % ging. Weit gefehlt. 

Doch bei einigermaßen konsequenter Chancenauswertung hätte es auch so reichen müssen. Hätte, hätte, hätte. 

In der 1. Min hatten die Gäste eine ihrer wenigen Chancen, als der an diesem Tag schwache Kay Rauber einen Fehlpass spielte, den die Ehringshäuser/Dillheimer Spieler sofort mit einem Konter beantworteten, gut, dass Jan Stamm schon hellwach war. 

In der 4. Min das erste Blasbacher Lebenszeichen, Emre Geyik zog aus 16 m ab, der Keeper klatschte nur ab, aber Mario Rauber scheiterte am Abwehrblock. 

In der 10. Min die nächste hochkarätige Gelegenheit für Blasbach, doch Emre Geyiks Kopfball wurde auf der Linie geklärt. Was fehlte, war der vernünftige Spielaufbau und jemand, der das Ruder in die Hand nahm. 

Trotzdem die nicht unverdiente Führung in der 20. Min, als Geyik gekonnt mit der Brust einen Einwurf auf Marcel Schlicht abtropfen ließ, und der hämmerte von halbrechts die Kugel volley ins lange Eck, super und 1:0. 

Doch wie aus dem Nichts der Ausgleich in der 24. Min. Wieder ein Bock in der Abwehr, der Stürmer sprang mit gestrecktem Bein in Torhüter Stamm, der überforderte Schiri ließ weiterlaufen und der Gästestürmer brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schießen. 

Die Gelegenheit wieder auf Sieg umzustellen hatte Patrick Debus in der 31. Min, der Keeper ließ im Fünfmeterraum den Ball fallen und Klausi schaffte es, aus 1 m den Ball parallel zum Tor vorbeizuschießen. Gleiche Minute, Ecke von links, Kopfball Emre Geyik, wieder auf der Linie geklärt, den Abpraller verpasste Debus kurz vor dem Tor. Immer noch Minute 31, als Kay Rauber nach der nächsten Ecke völlig frei zum Kopfball kam, den Ball aber drüber köpfte. 

Pech für den TSV dann kurz danach, als Dominik Depalma, der Matchwinner aus dem Hinspiel, verletzt ausgetauscht werden musste. 

Die zweite Gelegenheit für die Gäste in der 38. Min, doch der Stürmer köpfte nach einer Flanke vorbei. 

Die nächste krasse Fehlentscheidung von Herrn Ünal Celebi aus Linden, als ein Abwehrspieler in der Mauer innerhalb des Strafraum mit dem Ellenbogen über der Schulter Geyiks Freistoß abwehrte, der Referee war aber auch in dieser Situation überfordert und pfiff den zwingend notwendigen Strafstoß nicht 

Nach der Pause ging das Spiel nur in eine Richtung, Ehringshausen/Dillheims Rezept waren lange Schläge. 

In der 47. Min hatte Basti Schäfer seine beste Szene, als er endlich einmal Tempo aufnahm, drei Gegner düpierte, aber einen Verteidiger auf der Linie klären konnte. Marcel Schlicht versuchte es noch einmal volley in der 58. Min, aber vorbei. 

Dann wieder aus dem Nichts die Gästeführung, wieder patzte die Verteidigung nach einem langen Abschlag des Keepers, Jan Stamm kam zu spät, so dass der Stürmer den Ball ins leere Tor lupfen konnte, 1:2. 

Einzige nennenswerte Abschlussaktion in der 88. Min, als Emre Geyiks Flanke auf der Latte landete, ansonsten war alles zu hektisch und vor allem ungenau, Basti Schäfer wurde von drei Mann gefällt, nach einem Tritt an den Kopf musste er mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Auch diese Aktion war dem Schiri keine Karte wert.

So spielten die Gäste mit gefühlten 15 Auswechslungen die Uhr hinunter, die 5 Minuten Nachspielzeit waren bei zusätzlich drei Verletzungsunterbrechungen viel zu wenig, aber sicher sah der Referee das herannahende Unwetter, und wollte sich in Sicherheit bringen. 

Eine unnötige Niederlage, jetzt wird man sehen, ob die Mannschaft bereit ist, nächsten Sonntag wieder alles zu geben, um den Vorsprung zu verteidigen. 

Eingesetzte Spieler: Jan Stamm, Kay Rauber, Dominik Depalma, Tobias Best, Lucas Failing, Marcel Schlicht, Niklas Tiegs, Bastian Schäfer, Emre Geyik, Mario Rauber, Patrick Debus, Daniel Ludwig, Lukas Köhler, Alex Rudi.