TSV Blasbach – Spartak Wetzlar  2:4  (0:1)

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Diese Niederlage war ebenso überflüssig wie enttäuschend 

Bei tropischen Temperaturen brauchte der TSV erneut wieder eine Anlaufzeit, bis man im Wettkampfmodus war. Schlechtes Zweikampfverhalten, mangelnde Laufbereitschaft und man lud damit einen Gegner ein, der durchaus schlagbar gewesen wäre. 

Doch zwischen der 13. Und 16. Min hätte man das Spiel schon entscheiden müssen. In der 13. Min kam der Ball nach einem Querschläger zu Emre Geyik, der ging alleine aufs Tor zu, scheiterte aber mit zu schwachem Abschluss am per Fußabwehr klärenden Keeper. 

In der gleichen Minute kam Basti Schäfer im Strafraum frei an den Ball, verstolperte aber diese große Gelegenheit. 

In der 15. Min hätte das 1:0 einfach fallen müssen, Niklas Schäfer ging unwiderstehlich auf und davon, spielte überlegt seinen Bruder Basti an, der fahrlässig frei vor dem 7,32 m breiten Tor den Keeper anschoss. 

Die Gäste verlegten sich auf lange Bälle und durch ungeschicktes Zweikampfverhalten der Blasbacher Abwehrspieler entstehende Standards, doch gefährlich war auf der Gegenseite wieder Niklas Schäfer, der seinen Gegner mehrfach eindrehte, dann aber am Keeper scheiterte.

Erster Schreckschuss der Gäste in der 28. Min, als ein Freistoß aus 30 Metern von Keeper Scotto di Perottolo falsch berechnet wurde, aber an die Latte klatschte. 

In der 38. Min die Strafe für das Auslassen der Großchancen. Ein Freistoß von der Außenlinie spielten die Gäste quer, die Abwehr schlief und Maik Rüb nahm aus 16 m Maß und schoss den Ball zum 0:1 ins lange Eck. Ein Schock. 

Doch Niklas Schäfer setzte sich in der 40. Min erneut gegen die Gästeabwehr durch, scheiterte aber zweimal am Torwart, der mittlerweile ein Feldspieler mit Handschuhen war, da der Keeper sich verletzte. 

Nach einer knackigen Halbzeitansprache legte die Mannschaft sofort los in Person von Niklas Schäfer, der vom Torwart nur durch Foulspiel gestoppt werden konnte, Elfmeter und 1:1 durch Emre Geyik. 

Doch ein Kullerball von Paul Bus von halblinks, den Keeper Giuliano völlig falsch einschätzte brachte die Gäste wieder mit 1:2 in Front. 

Bemerkenswert die Moral unserer Mannschaft. Angetrieben vom überragenden Emre Geyik und Niklas Schäfer gab die Mannschaft alles und erspielte sich Chance um Chance. Allein die Effizienz stimmte nicht. 

In der 52. Min wieder ein Solo von Niklas Schäfer, zuerst abgewehrt, dann noch einmal Nachschuss von Jan Niklas Heinz, der sein Debüt in der I.Mannschaft gab, drüber. 

In der 62. Min endlich einmal wieder eine Aktion von Basti Schäfer, der durch das ständige Hadern Konzentration verlor, sein Schuss aufs kurze Eck parierte der Torwart. 

Im Gegenzug hieß es Luft anhalten, ein Fernschuss von Spartak landete am Pfosten. 

Doch auch der TSV hatte das im Repertoire. Emre Geyik scheiterte in der 70. Min nach Aktion von Niklas Schäfer am Aluminium. Zwei Minuten später war es Niklas Schäfer, dessen Solo am Pfosten endete. 

Dann doch die Belohnung für unermüdliches Anrennen. Einen weiten Freistoß aus dem Mittelfeld verlängerte Gani Türkeköle per Kopf zum hochverdienten Ausgleich.

Erneut schien sich das Blatt zu Gunsten des TSV zu wenden, nächste Chance durch Jan Niklas Heinz, doch auch er schoss aus kurzer Distanz drüber. Emre Geyiks Versuch aus kurzer Distanz wurde geblockt.

Doch im Gegenzug der nächste Nackenschlag. Nach einem von Schiedsrichter Schuster, der zwischendurch ein wenig die Übersicht verlor, nicht geahndeten klaren Handspiel von Spartak im Mittelfeld kam der Ball in den Blasbacher Strafraum, Keeper Giuliano verließ unmotiviert sein Tor, foulte an der Strafraumkante einen Spartak Spieler und Albert Sauter bedankte sich für dieses Geschenk mit dem Elfmetertor zum 2:3. 

Doch die Köpfe blieben oben, bis zur 87. Min, dann war alles Bemühen umsonst. Ein  Befreiungsschlag von der Mittellinie von Albert Sauter überraschte den Blasbacher Keeper und es stand 2:4. Vorbei. Ein großer Kampf wurde nicht belohnt. Jetzt läuft man der Musik wieder her. 

Die Moral der Mannschaft war bemerkenswert, die Chancenauswertung schwach und die Torhüterleistung in diesem Spiel entscheidend. Jetzt heißt es auf den positiven Dingen aufzubauen und die Köpfe wieder hochzunehmen. Mithalten kann man, wenn man diese Dinge umsetzen kann. 

Eingesetzte Spieler: Giuliano Scotto di Perottolo, Kay Rauber, Gani Türkeköle, Chrissi Schäfer, Lucas Failing, Marcel Schlicht, Niklas Tiegs, Bastian Schäfer, Emre Geyik, Niklas Schäfer, Lukas Köhler, Jan Niklas Heinz, Daniel Ludwig.