Eintracht Wetzlar – TSV Blasbach  2:6  (0:4)

 

Nach dem 0:6 die Seriösität verloren

 

Nach drei Niederlagen zuletzt ging es gegen Wetzlar darum, wieder die Kurve zu kriegen. Da war es wichtig, den Gegner von Anfang an ernst zu nehmen.

 

Doch in den ersten 15 Minuten schien der Ernst nicht da zu sein. So in der 6. Min., als Basti Schäfer gut in den freien Raum geschickt wurde, sein genialer Querpass erreichte Bruder Niklas, der es aber schaffte, aus einem Meter das leere Tor zu verfehlen.

 

Auch in der 13. Min die nächste Hundertprozentige, als diesmal Niklas Bruder Basti bediente, der den Ball freistehend aber an die Latte setzte.

 

Den Schalter gefunden hatte dann in der 24. Min endlich Torjäger Geyik, als Marcel Schlicht Kollegen Best auf die Reise schickte, dessen gute Flanke aus vollem Lauf drückte die Blasbacher Nr. 9 im Fallen über die Linie, 0:1.

 

Vier Minuten später war Emre Geyik der Vorbereiter, seinen Querpass musste Basti Schäfer nur noch einschieben, 0:2. Und in der 31. Min ein Geniestreich des Blasbacher Torjägers Geyik, als er den Wetzlarer Torwart zu weit vor seinem Gehäuse sah und von kurz hinter der Mittellinie den Ball zum 0:3 versenkte.

 

Den Schlusspunkt vor der Pause bereitete Geyik vor, der Basti Schäfer frei spielte und der cool zum 0:4 versenkte.

 

Nach dem Wechsel kam der Gastgeber mit einem Feldspieler im Tor und nur noch zu zehnt auf den Platz, ein peinliches Bild für einen einst so großen Verein, noch nicht einmal einen Auswechselspieler zu haben. Und das nutzte Blasbach eiskalt aus.

 

Zuerst aber verschenkte Basti Schäfer unkonzentriert das mögliche fünfte Tor, als er aus acht Metern frei stehend drüber schoss.

 

Besser gelang es in der 47. Min, als zunächst Mario Rauber Emre Geyik freispielte, dessen Ball in die Mitte von Niklas Schäfer verwandelt wurde. 0:5.

 

Zwei Minuten später erneut Basti Schäfer per Kopf aus wenigen Metern drüber, so einen Ball kann man auch versenken. Besser machte es Bruder Niklas in der 50. Min, als er in einen Diagonalpass seines Bruders aus dem Halbfeld lief und per Kopf das 0:6 erzielte.

 

Doch ab diesem Zeitpunkt verlor die Mannschaft die Spannung und Seriösität. Schlechtes, unkonzentriertes Passspiel, weniger Laufbereitschaft und Konzentration, negativer Höhepunkt der arrogante Versuch von Daniel Wagenbach einen Stürmer auf der eigenen Torlinie auszuspielen mit dem Ergebnis, dass Wetzlar auf 1:6 verkürzte.

 

Alle offensiven Versuche waren entweder zu schwach, zu ungenau oder einfach überheblich, so dass der Wetzlarer Torhüter vor keine ernsthaften Probleme mehr gestellt wurde.

 

Im Gegenteil, lasches Zweikampfverhalten im Mittelfeld und Abspielfehler führten in der 73. Min sogar noch zum 2:6 Anschlusstreffer der zehn Wetzlarer.

 

Einzige positiv zu erwähnende Situationen in der 78. Min, ein Lattenknaller von Markus Kaiser und ein Kopfball nach einer Stafette mit dem Kopf von Emre Geyik, der auf der Linie gerettet wurde.

 

So blieb am Ende zwar ein deutlicher Auswärtssieg nach drei Pleiten in Folge, erschreckend aber wieder die Arroganz der letzten halben Stunde, hier wünschte man sich endlich einmal, dass die Mannschaft trotz eines hohen Vorsprings das Spiel seriös und torgeil zu Ende spielt.

 

Eingesetzte Spieler: Daniel Wagenbach, Dominik Depalma, Kay Rauber, Markus Kaiser, Tobias Best, Niklas Tiegs, Marcel Schlicht, Mario Rauber, Basti Schäfer, Emre Geyik, Niklas Schäfer, Akin Öztürk, Lukas Köhler, Yannick Rauber.