Eigentlich sahen die Zuschauer eine Partie, über die es sich nicht lohnen sollte zu reden. Das wir am Ende doch noch mit 1:0 als Sieger vom Platz gingen war sicherlich auch dem Auftritt der Gäste aus Wetzlar zuzuschreiben, da diese nicht die volle Mannschaftsstärke aufwarten konnten und zwischenzeitlich nur zu 9. auf dem Platz standen. Das sollte aber unserer Mannschaft während der Begegnung nicht sonderlich auffallen.

Eigentlich begann die Partie sehr gut für uns. Steffen Schäfer konnte in der 6. Minute den ersten Torschuss platzieren, der allerdings am Tor vorbei gingen. Zudem musste der eigentliche Stammkeeper von Cermik die Partie verletzungsbedingt in der 8. Minute beenden und ein Feldspieler musste für ihn ins Tor. Wir hatten während der ganzen Zeit die Oberhand in der Partie, konnten nur nichts Zählbares vorweisen. Durch einfaches ausspielen der Gegner wäre hier sicherlich eine attraktivere Partie entstanden. Leider stand sich die Mannschaft nur allzu oft selbst im Weg und suchte des Öfteren den Rückpass statt des Risikos. Hier hätte ein bisschen mehr Mut die Partie früh entscheiden können. Cermik konnte in der ersten Hälfte genau einen Torschuss abgeben und so gingen beide Mannschaften Torlos in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann da wo die erste aufhörte, fahrlässig. In der 54. Minute konnte Felix Jung den längst überfälligen Führungstreffer erzielen und beide Mannschaften erklärten die Partie in sportlicher Hinsicht für beendet. 

Allerdings begann es in den letzten Zügen der Partie kurios zu werden, als Markus Müller mit einem taktischen Foul eine Offensivaktion der Gäste beendete. Der gefoulte Spieler konnte seine Nerven nicht mehr um Zaum halten und trat unseren Akteur mit einem spektakulären Tritt in den Brustbereich, sodass dieser zu Boden ging. Unterdessen kam es auf dem Platz zu Tumulten, die besonnene Kräfte beider Mannschaften nach 5(!) Minuten endlich lösen konnten. Zu allem Überfluss musste der Referee erst einmal über den genauen Tathergang aufgeklärt werden, da es so schien, dass er gänzlich den Überblick verloren hatte.

Sicherlich unnötig, aber drei Punkte bleiben in Blasbach und bekanntlich kräht kein Hahn nach derer Herkunft.

Eingesetzte Spieler: Adrian Seidel, Buzo, Erik Schäfer, Philipp Giele, Dominic Wall, Markus Müller, Tomasz Hora, Steffen Schäfer, Marco Maibach, Sascha Thoennessen, Felix Jung, Rainer Mirke, Lukas Kundt, Heung-Nam Kim, Dominic Demant