SC Niedergirmes II - TSV Blasbach II 4:2 (2:0)  

Ohne Kampf und Leidenschaft setzte es eine verdiente Auswärtspleite 

 

Im Spitzenspiel 2. gegen 4. trafen wir auf den altbekannten Kontrahenten aus Niedergirmes. Unser Gegner wollte uns im Kampf um die Meisterschaft ein Schnippchen schlagen, das merkte man schon deutlich vor Spielbeginn. Es musste von einer engen, körperbetonten Partie ausgegangen werden. Neben technischen Attributen war also auch eine gehörige Portion Courage gefragt.

 

Vom Coach gut eingestellt, konnte es also losgehen.

 

2. Spielminute: 1:0 SC Niedergirmes II

Das ging ja gut los. Ein hoher Ball auf die Außen wurde anschließend in den Halbraum weitergeleitet. Unsere Abwehr befand sich noch im Tiefschlaf und so markierten die Gastgeber früh die Führung.

 

Alle guten Vorsätze waren dahin. Aber es blieb ja noch genügend Zeit, um den Rückschlag wettmachen zu können.

 

Wer allerdings ein Aufbäumen unserer Spieler erwartet hätte, wurde enttäuscht. Die aggressive Spielweise und bessere Körpersprache der Gegner schüchterten uns spürbar ein.

 

An einen geordneten Spielaufbau war aufgrund der vielen Fehlpässe war nicht zu denken. Die großen Abstände zwischen den Mannschaftsteilen taten ihr übriges.

 

Folgerichtig kam Niedergirmes zu weiteren guten Chancen (25. und 30. Minute).

 

32. Spielminute: 2:0 SC Niedergirmes II

Der zweite Treffer der Hausherren hatte sich bereits angekündigt. Eine abgefälschte Flanke nahm der Stürmer direkt ab. Unser Torwart, Lucas Failing, war auch hier machtlos.

 

Das zweite Tor bewirkte eine kleine Trotzreaktion unserer Reservemannschaft. Endlich! In der 34. und 39. Spielminute konnten wir jedoch zwei aussichtsreiche Angriffe (Kopfball, Distanzschuss) nicht in einen Torerfolg ummünzen.

 

Nach deftigen Worten in der Kabine bestand zumindest die leise Hoffnung auf eine bessere zweite Halbzeit.

 

51. Spielminute: 2:1 TSV Blasbach II

Blasbach kam konzentrierter aus der Kabine. André Schütz, der es zumindest immer wieder versuchte, spitzelte dem Verteidiger den Ball vom Fuß. Allein vor dem Tor scheiterte er zunächst am Torwart. Den Abpraller ließ er sich jedoch nicht nehmen und besorgte den Anschlusstreffer.

 

Heya, Heya TSV. Nun hieß es dran bleiben und nochmal alles in die Waagschale werfen.

 

Leider verpuffte das kurze Zwischenhoch genauso schnell, wie es gekommen war.

Nach dem Gegentreffer zog Niedergirmes wieder das Tempo an und kam sofort wieder vor unser Tor. In der 61. Minute konnten wir die nächste 100 %-ige Chance der Gegner gerade noch abwehren.

 

65. Spielminute: 3:1 SC Niedergirmes II

Die Gastgeber stellten den alten Abstand wieder her. Bei dem Gegentreffer ging es zu schnell für unsere Jungs. Niedergirmes überspielt unser Mittelfeld. Unser zu offen stehender Defensivverbund konnte gerade noch die Einladungskarte abschicken, da rappelte es auch schon in unserem Gehäuse. 

 

Nun sah es alles andere als gut für uns aus. Hängende Köpfe und ein Gegner, der den Druck aufrecht hielt. Eine ungünstige Gemengelage.

 

Lediglich zwei Minuten nach dem 3:1 hätte Niedergirmes das Spiel entscheiden können. Zum Glück blieb es bei einem Lattentreffer.

 

75. Spielminute: 3:2 TSV Blasbach II

Ein Tor aus dem Nichts. Der zuvor eingewechselte René Schütz fasste sich ein Herz und haute den Ball aus 18 Metern einfach mal aufs Tor. Der Keeper unterschätzte den Ball, sodass dieser über die Linie rutschte. René feierte seine Torpremiere ausgiebig, was allein schon das Eintrittsgeld wert war.  

 

Am Spielverlauf änderte auch der zweite Anschlusstreffer wenig. Niedergirmes dominierte weiterhin. Erneut hätte Niedergirmes den Deckel auf die Partie machen können, aber wieder war es die Latte, die uns heute wohlgesonnen war.

 

86. Spielminute: 4:2 SC Niedergirmes II

Klassisch ausgekontert! Die Hausherren machten den Sack nun endgültig zu. Und womit? Mit Recht!

 

Fazit:

Es brauchte heute keinen gehobenen fußballerischen Sachverstand, um den Grund der Niederlage feststellen zu können. Unser Gegner führte die Partie von Beginn an mit mehr Engagement und Willen. Sicherlich liefen auf der Gegenseite auch keine Blinden auf, wir hätten jedoch mit einer couragierteren Einstellung die Begegnung ausgeglichener gestalten können. Insofern war die Niederlage absolut verdient. Hoffentlich ziehen wir hieraus die richtigen Schlüsse und machen es in den nächsten Spielen besser. Denn das können wir!

 

 

Eingesetzte Spieler:

Lucas Failing, Erik Schäfer, Lukas Kundt, André Schütz, Marco Maibach, Steffen Schäfer, Markus Müller, Sascha Thönnessen, Heung-Nam Kim, Tomasz Hora, Dominic Demant, Dominic Wall, René Schütz, Philipp Giele