SG Hohenahr III – TSV Blasbach II 6:1 (2:1)

 

Neue Saison, altes Spiel

 

Trotz mehrerer Absagen schaffte es Uwe Hörbel mal wieder, eine zumindest von den Namen her ordentliche Mannschaft auf den Platz zu bringen. Der Plan, zunächst defensiv sicher zu stehen, wurde schon sehr früh zunichte gemacht.

 

1:0: Es waren gerade 40 Sekunden gespielt, da lag der Ball schon zur frühen Führung der Gastgeber im Netz. Eine Flanke von links wurde am rechten Strafraumeck von Marcel Rühl angenommen, der Schuss mit rechts angetäuscht und dann nach innen gezogen und mit links im Tor untergebracht.

 

Hohenahr machte von Anfang an Druck und Blasbach hatte viel Mühe, dagegen zu halten. Bereits in der dritten Minute musste Giuliano aus seinem Kasten kommen und den Ball parieren, nachdem der Ball im Vorwärtsgang leichtfertig verspielt wurde. Vier Minuten später war es wieder unser Torwart, der einen höheren Rückstand verhinderte, als er einen Schuss noch an den Pfosten lenken konnte und der Ball schließlich geklärt wurde.

 

2:0: In der 15. Minute konnte Hohenahr dann verdient erhöhen. Bei einem der vielen Konter über die schnellen Außenspieler wurde Jonas Debus links geschickt, zog nach innen, schloss mit rechts ab und der Ball rutschte unglücklich unter der Hand des Torhüters durch.

 

In der Folge kam Hohenahr noch zu ein paar kleineren bis mittleren Chancen, konnte diese aber nicht verwerten. Da von Blasbach keine Gefahr ausging, schien das Spiel schon früh gelaufen.

 

2:1: In der 36. Minute dann doch der glückliche Anschlusstreffer, als Marco Maibach den Ball gut auf links raus spielte, von wo der mitgelaufene Libero Andreas Gützlaff den Ball vor das Tor brachte. Aus den Getümmel heraus war es schließlich ein Eigentor, das uns wieder ran brachte. Irgendwie symptomatisch.

 

So ging es mit einer schwachen Leistung, aber nur einem Tor Rückstand in die Pause. Und es wurde nicht besser.

 

3:1: In der 50. Minute kam ein zu kurz getretener Abstoß wie ein Boomerang zurück und wurde nach ein zwei Klärungsversuchen schließlich von Torjäger Thomas Koch über die Linie gedrückt.

 

Zwei Minuten später fast der nächste Rückschlag, als Lukas Kundt den Ball leichtfertig verloren hatte, aber schließlich höchstpersönlich per Grätsche wieder retten konnte.

 

In der 60. Minute kam auch Blasbach mal in die Nähe des Tores, aber der Schuss von Hora war zu schwach und keine Gefahr für den nahezu beschäftigungslosen Heimtorwart.

 

Hohenahr hatte weiterhin die größeren Chancen, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, scheiterte aber entweder an der Latte, am Torhüter oder war einfach zu unentschlossen.

 

In den letzten 20 Minuten folgte dann noch der große Auftritt von Marcel Rühl, der einfach nicht zu halten war und seine Spielfreude mit zwei, drei Tunnel belegte und unsere Defensive narrte.

 

4:1: In der 67. Minute ging der Ball vorne links verloren und es folgte ein Blitzkonter. Rühl lief über seine rechte Seite zunächst Marco Maibach davon, der selbst keineswegs langsam ist, überlief noch problemlos den herausrückenden Lukas Kundt um schließlich Thomas Koch zu bedienen, der den Doppelpack schnürte.

 

5:1: In der 76. Minute war Rühl auf rechts erneut nicht zu halten, überlief drei Mann und spielte den Ball flach und scharf vor das Tor, wo Lukas Kundt per Grätsche ins eigene Tor verwandelte. Hinter ihm hatte allerdings auch Koch auf sein drittes Tor gelauert.

 

6:1: Gleiches Schema in der 87. Minute. Rühl über rechts auf und davon, zwei, drei Gegenspieler aussteigen lassen, Pass nach innen und der Ball war wieder drin. 

 

Schließlich hatte der Schiedsrichter ein Einsehen und pfiff pünktlich ab.

 

Eine schwache Leistung, die zumindest von den Namen her nicht hätte sein müssen. Mit etwas mehr Konzentration und Entschlossenheit im letzten oder gar schon vorletzten Pass wäre sicherlich noch ein weiteres Tor möglich gewesen. Allerdings hätten wir auch noch das ein oder andere Tor mehr fangen können, so dass das Ergebnis durchaus in Ordnung geht.

 

Auch wenn Hohenahr wohl der Favorit in dieser Liga ist, muss in den nächsten Spielen deutlich mehr kommen, wenn wir wieder an alte Zeiten anknüpfen wollen. 

 

Eingesetzte Spieler: Giuliano Scotto Di Perrotolo, Erik Schäfer, Lukas Kundt, Marco Maibach, Andreas Gützlaff, Robert Renn, Andreas Reh, Lucas Failing, Alexander Rudi, Sascha Thönnessen, Markus Müller, Rainer Mirke, Lukas Ferst