TSV Blasbach II – SG Nauborn/Laufdorf II  2:2 (0:0)

Sven Hof hält Blasbach überhaupt am Leben

 

Bei bestem Fußballwetter im Oktober durfte man vermutlich das letzte Mal noch auf dem Rasenplatz antreten. Im Vergleich zu letzter Woche mussten wieder ein paar Wechsel vorgenommen werden, auch an der Seitenlinie war Coach Uwe Hörbel wieder zurück.

 

Das Spiel war die ersten zehn Minuten noch ausgeglichen. Zunächst zielten die Gäste knapp daneben, kurz darauf verzog Yannick Rauber, nachdem er sich zuvor stark durchgesetzt hatte.

Danach kamen die Gäste immer öfter gefährlich vor das Gehäuse des TSV, gingen aber zum Glück sehr fahrlässig mit ihren Chancen um.

Die ersten Chancen stellten Torhüter Sven Hof vor noch keine ganz großen Probleme, da die Abschlüsse meistens genau auf ihn kamen oder das Tor verfehlten.

Mit etwas konsequenteren Abschlüssen hatte Nauborn hier aber trotzdem schon führen müssen.

Da war ein anspruchsvoller, hoher Rückpass auf Sven schon gefährlicher, den er aber per Kopf klären konnte. „Fußballerisch“ das Beste, was man je von ihm gesehen hat.

 

Ab der 27. Minute wurde er dann allerdings so richtig heiß geschossen.

Zunächst musste Sven einen Kopfball nach Freistoßflanke stark aus dem Eck fischen.

 

In der 38. Minute waren die Gäste mit drei Mann frei vor Sven. Es kam auch der fällige Querpass, den Abschluss parierte Sven jedoch überragend mit dem Bein. Da hat man wieder gesehen, dass der Kerl aus dem Handballtor stammt und beweglich ist, wie eine Cheerleaderin.

 

In der 45. Minute dann mal wieder eine Chance für den TSV, doch der Kopfball von Sascha Thönnessen nach einer Ecke ging knapp drüber.

 

Im Gegenzug tauchten die Gäste erneut mit drei Mann vor Sven auf und verhielten sich wie das Kaninchen vor der Schlange, oder in dem Fall vor der Ziege. Diesmal gab es keinen Querpass, sondern der Abschluss wurde selbst gesucht. Das Ergebnis was das Gleiche, Sven parierte stark. Ein Olli Kahn wäre wahrscheinlich der kompletten Abwehr an den Hals gegangen.

 

Die zweite Halbzeit begann dann mit der verdienten Führung.

Nach einem Freistoß in der 50. Minute von der Eckfahne aus kamen die Gäste zum Kopfball und erzielten das 0:1.

Nach einer Umstellung der Abwehr standen wir in der zweiten Halbzeit dann hinten zumindest etwas sicherer.

In der 60. Minute versuchte es Alex Rudi aus der Distanz, traf aber leider nur den Pfosten.

 

Danach war lange Leerlauf auf beiden Seiten, bis Sascha Thönnessen in der 80. Minute einen Freistoß an der rechten Strafraumkante herausholte.

Bei der Wahl des Schützen setzte sich der junge Linksfuß Jan Speiser gegen Rechtsfuß Rudi durch und durfte schießen. Und das tat er. Und wie. Ohne Geschnörkel wurde der Ball links oben an die Unterkante der Latte genagelt, von wo aus der Ball ins Tor sprang. Das glückliche 1:1 in der 80. Minute.

Kurz vor Schluss wurde Daniel Ludwig 20 Meter vor dem Tor eigentlich schon nach außen weg gedrängt, zog den Ball beim Schuss aber noch sehr gut rum und traf die Latte. Den Abpraller versenkte Alex Rudi dann zum 2:1.

Nachdem das Spiel zur Halbzeit für Blasbach hätte tot sein müssen, stand man jetzt plötzlich kurz vorm zweiten Sieg in Folge.

Man musste nur noch eine kritische Situation überstehen.

 

Ein sehr zweifelafter Freistoß wurde in den Strafraum geschlagen, Sven konnte zunächst noch klären, beim Nachschuss, in den sich sogar noch ein Angreifer mit dem Kopf rein schmiss, war er dann aber machtlos und man musste erneut ein Gegentor in der Nachspielzeit schlucken.

 

Am Ende natürlich sehr bitter, hier zwei Punkte zu wenig mitzunehmen. Insgesamt gesehen, vor allem wenn man die erste Halbzeit berücksichtigt, ist es jedoch ein glücklicher Punktgewinn. Immerhin wurden jetzt mal vier Punkte aus zwei Spielen geholt.

 

Bleibt die Frage, welcher Bart am längsten ist:

 

Der, der Geschichte, dass wir in der 90. Minute zu viele Punkte verschenken?

Der, der Geschichte, dass Sven uns inzwischen schon ganz oft den Arsch retten musste?

Der Bart von Sven selbst?

 

 

eingesetzte Spieler: Sven Hof, Giuliano Scotto Di Perrotolo, Dominic Wall, Jannik Beppler, Yannick Rauber, Daniel Ludwig, Marco Maibach, Ralf Hofmann, Jan Speiser, Jan Niklas Heinz, Alexander Rudi, Sascha Thönnessen, Niklas Picke