Eintracht Wetzlar - TSV Blasbach 0:4 (0:1)
Das Spiel in aller Kürze:
Die Blasbacher Führung in der 32. Minute hatte sich in keiner Weise angedeutet. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Spiel von ausgeglichener Intensität geprägt, ohne nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten. Umso überraschender fiel das 1:0, als Manuel Kölbach nach einem schnellen Umschaltmoment und einer präzisen Hereingabe eiskalt vollendete, und dem Spiel eine unerwartete Wendung gab.
Mit der Führung im Rücken agierte das Team von Trainer Benjamin Stamm deutlich strukturierter und taktisch diszipliniert. Defensiv standen die Gastgeber kompakt, verschoben geschickt und ließen den Wetzlarern kaum Räume, um ihr Offensivspiel zu entfalten. Eintracht fand keine zündenden Ideen, um die stabile Blasbacher Abwehr zu knacken. Auch in den Zweikämpfen zeigte sich die SG entschlossener und präsenter.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Blasbach den besseren Start. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff nutzte Emre Geyik eine Unachtsamkeit in der Wetzlarer Hintermannschaft und erhöhte abgeklärt auf 2:0 (46.). Dieser Treffer wirkte wie ein weiterer Dämpfer für die ohnehin verunsicherte Eintracht-Elf, die sich anschließend schwer tat, zurück ins Spiel zu finden. In der 53. Minute sorgte Jan Speiser schließlich für die Vorentscheidung: Mit einem wuchtigen Sonntagsschuss aus über 20 Metern traf er unhaltbar ins obere Eck – ein Tor, das sowohl technisch anspruchsvoll als auch psychologisch entscheidend war.
Blasbach kontrollierte fortan das Geschehen, spielte reifer und ließ Ball und Gegner laufen. Die Gäste aus Wetzlar fanden weder den Mut noch die Mittel, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Den Schlusspunkt setzte erneut Emre Geyik in der 67. Minute, als er nach einem scharf getretenen Freistoß im Strafraum am schnellsten reagierte und das Leder zum 4:0-Endstand über die Linie drückte.
Damit setzte die Eintracht ihre Negativserie fort und blieb erneut ohne Punktgewinn. SG-Sprecher Julian Stroh zeigte sich nach dem Spiel deutlich enttäuscht: „Ähnlich wie zuletzt war auch heute keine Spielidee, kein Offensivgeist zu erkennen. Wir haben kaum offensive Akzente gesetzt und dem Gegner das Feld überlassen.“ Für Blasbach hingegen war es ein wichtiger und verdienter Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt – geprägt von Effizienz, mannschaftlicher Geschlossenheit und taktischer Reife.
Bericht: TSV
