Obwohl die Tabelle klar gegen die Heimelf sprach und der Gegner als Favorit anreiste, hatte sich der TSV fest vorgenommen, gegen die favorisierte SG Hohenahr unbedingt einen „Dreier“ einzufahren. Von Beginn an war zu spüren, dass die Mannschaft gewillt war, die Außenseiterrolle anzunehmen und mit Einsatz, Disziplin und Leidenschaft dagegenzuhalten.
Bereits nach einer Viertelstunde wurde der engagierte Start belohnt: Nach einem entschlossenen Angriff über die Außenbahn landete der Ball bei Nick Figgemeier, der im Strafraum die Übersicht behielt und überlegt zur umjubelten 1:0-Führung einschob (15.). Der Treffer verlieh dem TSV zusätzliches Selbstvertrauen. In der Folge agierte die Heimelf kompakt, verschob aufmerksam in der Defensive und ließ den Gästen nur wenig Raum zur Entfaltung. Zweikämpfe wurden konsequent geführt, zweite Bälle meist gewonnen. Offensiv setzte man immer wieder Nadelstiche, auch wenn ein weiterer Treffer zunächst ausblieb.
Mit der knappen, aber verdienten 1:0-Führung ging es in die Pause. „In der ersten Halbzeit waren wir besser“, resümierte TSV-Sprecher Jannik Beppler später treffend. Tatsächlich hatte der Favorit bis dahin nur selten seine spielerische Klasse aufblitzen lassen können.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die SG Hohenahr zwar den Druck und kam mit mehr Tempo aus der Kabine, doch der TSV stemmte sich weiterhin leidenschaftlich dagegen. In der 68. Minute schien die Partie schließlich in die gewünschte Richtung zu kippen: Nach einem schnellen Umschaltmoment war es Tobias Brück, der eiskalt blieb und zum 2:0 vollendete. Die Heimfans wähnten ihr Team bereits auf der Siegerstraße.
Doch die Freude währte nur kurz. Praktisch im direkten Gegenzug nutzte SG-Torjäger Simon Valentin eine Unachtsamkeit in der TSV-Defensive und verkürzte auf 2:1 (69.). Der schnelle Anschlusstreffer brachte die Gäste zurück ins Spiel und sorgte für spürbare Nervosität beim Gastgeber. „Zweimal in der Verteidigung geschlafen und schnell zwei Gegentore gefangen“, erklärte Beppler und spielte damit auf die Phase an, in der die Ordnung kurzzeitig verloren ging.
Nur wenige Minuten später folgte der nächste Rückschlag: In der 74. Minute war es erneut Valentin, der im Strafraum zur Stelle war und den 2:2-Ausgleich erzielte. Die zuvor komfortable Führung war innerhalb kürzester Zeit dahin. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, doch klare Torchancen blieben Mangelware, da die Defensivreihen wieder stabiler standen und die Kräfte langsam nachließen.
Am Ende blieb es beim 2:2-Unentschieden. „Sehr durchwachsenes Spiel“, lautete das Fazit des TSV-Sprechers. Angesichts des Spielverlaufs mit einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung überwog zwar ein Hauch von Enttäuschung, doch insgesamt konnte der TSV mit dem Punktgewinn gegen den Favoriten leben. „Alles in allem geht das Unentschieden für uns in Ordnung“, so Beppler abschließend – ein Ergebnis, das Kampfgeist und Moral widerspiegelt, aber auch aufzeigt, woran in der Defensive noch gearbeitet werden muss.
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